Ein Schütze. Ein Pfeil. Ein Ziel. Bringt man dies alles auf eine Linie, … trifft man nicht. Hä? Aber das Geschoss einer Waffe oder der Pfeil eines Bogens muss doch ins Ziel gelangen, also muss ich es/ihn doch auf das Ziel richten! Bei einer anderen (Schuss-)Waffe: ja. Bei einem Bogen: nein. Klingt komisch, ist aber so. Dieser Umstand wird das Pfeilflug-Paradox genannt oder auch Archer’s Paradox. Als autodidaktischer Schütze, wie ich einer bin, bekommt man sowas ja nicht von einem Trainer erzählt, also muss man von selbst darauf kommen oder es irgendwo aufschnappen. Es gibt viele Hobbyschützen, die “über den Pfeil” zielen. All jene sollen ebenfalls erleuchtet werden.
Dieser Text bezieht sich dabei auf traditionelle Langbögen und Holzpfeile, gilt aber vom Prinzip her auch für andere Bogentypen.
Das Paradox
Legt man einen Pfeil auf, weist seine Spitze am Bogen vorbei zur Seite. Bei Rechtshandschützen nach links, bei Linkshandschützen nach rechts. Viele Schützen schwenken deshalb den Bogen soweit in die andere Richtung, bis der Pfeil auf das Ziel weist. Und treffen nicht. Man versucht es vielleicht noch mit dem Verlegen des Haltepunktes und es klappt dann ganz gut, aber die eigentliche Ursache bleibt unbemerkt oder unbeachtet. Der Pfeil fliegt, obwohl er zu einer Seite hin zeigt, also schräg am Bogen liegt, aus Sicht des Schützen dennoch geradeaus.
Will man also das Ziel treffen, muss man Sehne, Bogen und Ziel auf eine Linie bringen. Der Pfeil wird dann dieser Linie folgen. Kompletten Text lesen »

